Lexikon
der
Mediengestalter

Zusammengestellt und aktuallisiert im November, 2003-10-30
JoBus Original, Mediengestalter für Digital und Printmedien.
Neugestaltung und aktuallisierung im Februar 2005,
von double-space Musik + Grafik.

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- X -


 

 

Begriff:

X Window


Erklärung:

Netzwerkfähiges Grafiksystem

Das X Window-System wurde 1985 in Zusammenarbeit zwischen dem Massachussets Institute of Technology (MIT) und der Firma DEC als standardisierte grafische Benutzeroberfläche (GUI) unter der Bezeichnung X Window bzw. X10 entwickelt. 1987 wurde eine ausgebesserte Version, X11, veröffentlicht, die die Basis für die weitere Entwicklung des Systems diente. Gleichzeitig wurde das X Consortium gegründet, ein Zusammenschluß zwischen einer Vielzahl von Unternehmen wie DEC, IBM, Hewlett Packard und Sun, der sich die Förderung von X Window als Standard zum Ziel setzte. Inzwischen wurde das X Consortium aufgelöst und die Verantwortung für das Projekt an die Open Group und jetzt X.Org übertragen, die die weitere Entwicklung von X Window in seiner gegenwärtigen Version X11R6 betreut.

X.Org ist eine nicht-gewinnorientierte Organisation, die von mehreren großen Unternehmen getragen wird, und die X Window unter einer sehr freizügig ausgelegten Lizenz (nicht jedoch als Public-Domain-Software) veröffentlicht. Hierdurch wurde die Entwicklung von kostenlosen oder sehr billigen Implementierungen von X Window wie XFree86 oder XSuSE ermöglicht.

X Window besteht aus mehreren Elementen: Ein "X Server" genanntes Programm erhält über das Netzwerk Grafikbefehle von "X Clients", die "X Server" anschließend auf dem Bildschirm darstellt. Dadurch können Clients ihre Grafikausgabe auch auf anderen Rechnern erzeugen (siehe Client-Server-Architektur).

X Window enthält in seiner Rohform nur sehr rudimentäre Funktionen. Für ein anspruchvolleres Aussehen der Benutzeroberfläche muß ein Window-Manager wie KDE, Gnome oder fwvm eingesetzt werden. X Window und die dazu gehörenden Window-Manager basieren sich auf die Motif-Guidelines (Richtlinien) der Open Software Foundation, die das grundlegende Aussehen des Window-Systems regeln.




Begriff:

X-Höhe


Erklärung:


Die x-Höhe bezeichnet das Höhenmaß (Ober- und Unterkante der Kleinbuchstaben wie x, m, n, usw.) der Mittellänge.





Begriff:

X.25


Erklärung:


Standard für Paketvermittlungsnetze


X.25 ist ein von der ITU 1976 genormtes Protokoll für Paketvermittlungsnetze. X.25 gehört zu Schicht 4 des OSI-Schichtenmodells (Transport-Layer), also zu den Transport-Protokollen. Die über X.25-Netze transportierten Datenpakete sind maximal 128 Byte lang.


Öffentliche X.25-Kommunikationsnetze erreichen meist eine Übertragungsrate von bis zu 56 Kbps (bps) über eine Standleitung. X.25 wird hauptsächlich bei Kassenterminals (engl.: Point of Sale, POS), bei der Überprüfung von Kreditkarten und bei Transaktionen an Geldautomaten eingesetzt (siehe auch Online-Banking). Auch Fluggesellschaften setzen X.25-Netze für Online-Buchungen der Reisebüros ein. Außerdem findet das X.25-Protokoll beim "Electronic Data Interchange" (EDI) Verwendung.


X.25 wird in Deutschland auch als Datex-P bezeichnet.


Frame Relay stellt eine Weiterentwicklung des X.25-Standards dar.





Begriff:

X.400


Erklärung:

Standardprotokoll zur Nachrichtenübertragung

X.400 ist ein von der OSI und der ITU standardisiertes Protokoll zur Nachrichtenübertragung (Messaging), insbesondere für E-Mails (ISO 10021). Das X.400-Protokoll bietet eine Alternative zum "Simple Mail Transfer Protocol" SMTP. Es gehört zu den Schichten 5 bis 7 des OSI-Schichtenmodells. X.400 ist geeignet für die Nachrichtenübertragung zwischen Netzen mit verschiedenen Protokollen darunterliegender Schichten des OSI-Modells, wie X.25, TCP/IP und Wählleitungen. Der Standard sieht auch Schnittstellen zu Telex und Fax vor.

Eine X.400-Adresse ist folgendermaßen aufgebaut: c= /admd= /prmd= /o= /ou= /s= /g=

Dabei bedeuten die Abkürzungen:

c

Land (engl.: country)

admd

Verwaltungseinheit der Domain (engl.: administrative management domain)

prmd

interne E-Mail-Adresse (engl.: private management domain)

o

Organisation

ou

Abteilung (engl.: Organizational Unit)

s

Nachname (engl.: surname)

g

Vorname (engl.: given name)


Eine (fiktive) E-Mail-Addresse für SMTP, die wie folgt lautet:

konrad.zuse@rechner.pionier.de

Für X.400 folgendermaßen:

C=de; ADMD=Deutsche Telekom, PRMD=kommerzieller X.400-Diensteanbieter; O=Pionier; OU=Rechner; S=Zuse; G=Konrad.

X.400 wird auch als "Message Handling Service" (MHS) bezeichnet.

Der Online-Dienst Compuserve verwendet für sein E-Mail-System den X.400-Standard. Auch viele Banken und Versicherungen benutzen dieses Protokoll.


Begriff:

X11


Erklärung:


Version des netzwerkfähigen Grafiksystems X


X11 ist eine Version des netzwerkfähigen Grafiksystems X für Rechner mit dem Betriebssystem Unix; sie wird auch X Window oder XWindow-System genannt.


X11 ist eine frei erhältliche grafische Benutzeroberfläche (GUI), die 1984 vom Massachusetts "Institute of Technology" (MIT) entwickelt wurde und 1998 in der Version 6.4 erschien.





Begriff:

Xerographie


Erklärung:


Kopierverfahren





Begriff:

XHTML


Erklärung:

eXtensible HyperText Markup Language

XHTML ist die Reformulierung von HTML 4.0 in XML 1.0. Damit können Web-Seiten als strukturierte Daten im XML-Format kodiert werden. XHTML soll HTML als allgemeine Auszeichnungssprache (Markup Language) für Webseiten ersetzen.

Sämtliche in den HTML - DTDs festgelegten Tags behalten ihre Gültigkeit in XHTML. Allerdings gibt es gewisse Regeln für die Kodierung, die im Gegensatz zu HTML strikt eingehalten werden müssen:


Netscape und Internet Explorer ab Version 4.x kommen mit XHTML im allgemeinen problemlos zurecht.

Die gültigen Attribute und Elemente einer XHTML-Datei werden jedoch nicht in Form einer DTD, sondern über festgelegte Namespaces definiert.

Die Erweiterbarkeit von XHTML bedeutet, dass neue Attribute defniert werden können, ohne dass eine neue Version der Sprache verabschiedet werden muss. Vielmehr muss lediglich ein entsprechender Namespace erstellt werden.

XHTML ist modularisiert: so werden unterschiedliche Komplexitätsgrade spezifiziert. Auf diese Art kann eine XHTML-Datei beispielsweise auf einem tragbarene Kleingerät mit eingeschränkten Grafikmöglichkeiten in einer dafür spezifizierten Seite dargestellt werden, und auf einem grösseren Rechner sämtliche Multimedia- oder anderen Möglichkeiten ausschöpfen.

Ausserdem können Autoren mit XHTML 1.0 Elemente anderer XML-Sprachen einmischen, inklusive der vom W3C entwickelten Multimedia-Sprache SMIL (Synchronized Multimedia Integration Language), der Sprache mathematischer Ausdrücke MathML, zweidimensionaler Vektor Graphik im Scalable Vector Graphics (SVG) -Format sowie Metadaten nach dem Resource Description Framework(RDF).

Die W3C stellt mit "Tidy" ein Software-Tool zur Codebereinigung für die Umwandlung von HTML-Dokumente in XHTML-Dateien bereit.




Begriff:

Xlink


Erklärung:


Ein Internet Service Provider


Xlink ist ein Internet Service Provider (ISP), der seinen Kunden aus Forschung und Industrie (ausschließlich Geschäftskunden) neben Internet-Zugang auch Internet-Projekte in den Bereichen E-Commerce, Virtual Private Networks (VPN) und multimediale Dienste (Video-Konferenz, Internet-Telefonie) anbietet.


1983 als Universitätsprojekt "LINK - lokales Informatiknetz Karlsruhe" von der Informatik-Abteilung der Universität Karlsruhe gegründet, realisierte Xlink zwei Jahre später den ersten deutschen Anschluß an das ARPANet. Zehn Jahre später, 1993, wurde Xlink als privatwirtschaftliches Unternehmen aus der Universität Karlsruhe ausgegliedert.


Xlink bietet seinen Kunden Zugriff auf ein breitbandige Hochgeschwindigkeitsnetz mit einem 34 Mbit/s-Backbone und rund 100 lokalen Zugangsknoten (Points of Presence; POP).


Qwest Communications Inc., einer der führenden Telekommunikationsanbieter (Carrier) in den USA, hält seit Februar 1999 100 Prozent an der Xlink Internet Service GmbH. Seit Februar 1999 betreibt Xlink die deutschen Knotenpunkte des europäischen Glasfasernetzes von KPNQwest, einem Gemeinschaftsunternehmen von Qwest mit dem holländischen Telekommunikationsunternehmen KPN. Der sogenannte EuroRing mit 2.416 Kilometer Kabellänge sorgt für eine IP-basierte Datenübertragung zwischen den europäischen Wirtschaftszentren Amsterdam, Antwerpen, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, Paris, Rotterdam und Straßburg.





Begriff:

XML


Erklärung:


Extensible Markup Language


Die "Extensible Markup Language" ist eine vereinfachte Form der SGML und Quasi-Standard zur Erstellung strukturierter Dokumente im World Wide Web oder in Intranets. XML wird "erweiterbar" (extensible) genannt, weil man hier seine eigenen Auszeichnungs-Tags erstellen kann.


XML wurde von einer Arbeitsgruppe entwickelt, die unter Schirmherrschaft des World Wide Web Consortium (W3C) steht. Die Seitenauszeichnungssprache wurde vom WWW-Konsortium empfohlen, um das Web anwenderfreundlicher zu machen.


Viele Web-Anwendungen beruhen auf XML und HTML. XML ähnelt der Vorgängersprache HTML darin, daß beide Auszeichnungen - sogenannte tags - enthalten, die den Inhalt eines Dokuments beschreiben. HTML beschreibt jedoch lediglich, wie der Inhalt einer Web-Seite (in der Regel Text und Graphik) aussehen soll und welche Interaktionsmöglichkeiten der Betrachter hat. So beginnt beispielsweise mit dem Tag


ein neuer Absatz. XML dagegen beschreibt die Bedeutung des Inhalts. So könnte das Tag darauf hinweisen, daß die folgenden Daten eine Telefonnummer bezeichnen. Abhängig von der Anwendung, die auf dem Zielrechner läuft, kann der Nutzer entscheiden, ob die Telefonnummer nur gezeigt, gespeichert oder angewählt werden soll. XHTML ist eine Reformulierung von HTML als XML-Anwendung.


Microsoft war mit seinem Channel Definition Format (CDF) einer der ersten Nutzer des Standards XML.





Begriff:

XSL


Erklärung:


Extensible Style(sheet) Language.Standard für eine erweiterbare XML-basierte Stilsprache, in der beschrieben werden kann, wie ein- und dasselbe Dokument auf unterschiedlichen Ausgabegeräten aussehen soll.




Begriff:

Xylographie


Erklärung:


Holzstich, kam etwa 1770 in England auf und war lange die übliche Buch- und Zeitungsillustrationsform.



 



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